Die traditionelle Griechischfahrt der Klassen 8 bis 11 führte uns in diesem Jahr nach Frankfurt am Main und in die Skulpturensammlung des Liebighauses. Nach einem Rundgang durch die Innenstadt mit Stationen an der Paulskirche, dem Goethe-Haus, der Frankfurter Börse, Zeil, Dom und am Römerberg, ging es über den Eisernen Steg (unter dem „homerischen Motto“ ΛΕΩΝ ΕΠΙ ΟΙΝΟΠΑ ΠΟΝΤΟΝ ΕΠ ΑΛΛΟΘΡΟΟΥΣ ΑΝΘΡΩΠΟΥΣ) ans andere Mainufer.
Im Liebighaus mit seiner wohl sortierten Sammlung antiker Plastiken übernahmen die Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses Griechisch der J1 die Rolle der Museumsguides: Im Vorfeld hatte die Gruppe zentrale Werke der Sammlung eigenständig erschlossen und kurze Führungen vorbereitet. Vor Ort präsentierten sie ihren Mitschülerinnen und Mitschülern dann enthusiastisch ausgewählte Highlights aus Archaik, Klassik und Hellenismus.
Die gewinnenden Vorträge des Leistungskurses, die Qualität der Ausstellungsstücke und das einzigartige Ambiente der historischen Gründerzeitvilla trugen zu Erfolg und bleibenden Eindrücken unseres Ausflugs bei! Diesen konnten die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen bei herrlichem Wetter mit eigenen Erkundungstouren durch Frankfurt beschließen.
Viktor Gottesmann

Dieses Jahr sprach Dr. Stefan Faller, der an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg lehrt, über Schicksalsbegegnungen – Aeneas und seine Welt. Dabei spannte er einen Bogen von den Schicksalsbegegnungen des Autors Vergil zu ausgewählten fatalen Momenten des Protagonisten Aeneas und ging dabei auf das Konzept des „fatum“ ein. Im Anschluss an den Vortrag hatten die Zuhörenden, die überaus zahlreich erschienen waren, Gelegenheit, ihr Wissen durch Fragen an Dr. Faller zu erweitern und zu vertiefen.
Eine Woche später referierte Prof. Dr. Jonas Grethlein von der Universität Heidelberg zum Thema „Das Vergessen in der Odyssee“. Dieser Vortrag war als ergänzende Vorbereitung für das diesjährige Griechisch-Abitur gedacht, in dem Homers Odyssee das Sternchenthema für die Interpretations-klausur ist.