In den vergangenen Wochen haben wir, die Schülerinnen und Schüler des Musikleistungskurses der J2, uns intensiv mit Schuberts Liedzyklus „Die schöne Müllerin“ auseinandergesetzt. Am Donnerstag, dem 15.10.2026, 18:30 Uhr präsentieren wir im Rahmen einer Schubertiade nun die Ergebnisse unserer Arbeit. Es erwartet Sie/Euch Tanz, Schauspiel und natürlich viel Musik in der Aula unserer Schule!
Wir freuen uns über euer zahlreiches Erscheinen!
Kategorie: Aktuelles
Herzliche Einladung zum Johann-Peter-Hebel-Abend am Dienstag, 22.09.2026, um 18.30 Uhr im Bismarck-Gymnasium in Kooperation mit der Literarischen Gesellschaft
Literarische Gedenkveranstaltung mit Texten des D-LKs der J2 und einem Gastvortrag von Prof. Dr. Jan Knopf
Was wäre die Literatur ohne die Geschichten von Johann Peter Hebel? Viele deutsche Schriftsteller beeinflusste er durch seine feinsinnigen und vielschichtigen Erzählungen, vor allem zog er seine vielen Leserinnen und Leser mit seinen Kalendergeschichten in Bann, in denen er zwar „den Leuten auf’s Maul schaute, ihnen aber nicht nach dem Mund redete. “ Hebel ist auch heute noch wichtiger Bestandteil der Schul- und auch der städtischen und deutschsprachigen Literatur- und Kulturgeschichte, weit über den alemannischen Sprachraum hinweg. Seine „Alemannische Gedichte“ wurden im Laufe der Zeit in über 20 Sprachen übersetzt.
Der Schriftsteller, Pädagoge und evangelische Theologe, der am 10. Mai 1760 in Basel geboren wurde, verlor früh seine beiden Eltern und wuchs in Basel und im Wiesental auf, dessen Landschaft und Sprache ihn später stark prägten. Ab 1774 besuchte er das Gymnasium illustre, das heutige Bismarck-Gymnasium, und legte dort 1778 sein Abitur ab.
Nach verschiedenen beruflichen Stationen kehrte er nach Karlsruhe zurück und unterrichtete ab 1791 an seinem alten Gymnasium, das er schließlich auch von 1808 bis 1814 leitete. Neben seinen pädagogischen Tätigkeiten standen seine theologischen Aufgaben: 1792 wurde er Hofdiakon, 1798 Professor für Theologie und Hebräisch, 1819 wurde er erster Prälat der evangelisch-lutherischen Landeskirche und Mitglied derBadischen Ständeversammlung.
Anlässlich seines 200. Todestages lädt das Bismarck-Gymnasium in Kooperation mit der Literarischen Gesellschaft Karlsruhe am 22.9.26, um 18.30 Uhr zu einer literarischen Gedenkveranstaltung in das Bismarck-Gymnasium ein – auch vor dem Hintergrund des 440-jährigen Bestehens der Schule. Schülerinnen und Schüler des D-LKs J2 unter der Leitung von Frau Schweizer präsentieren ihre Texte, die in einer intensiven Auseinandersetzung mit Hebels Texten entstanden. Die Ergebnisse werden einen Gastvortrag von Prof. Dr. Jan Knopf umrahmen. Der Mitherausgeber der Hebel- Gesamtausgabe wird den Wissenschaftler Hebel auf der Höhe seiner Zeit beleuchten und auf die humane Sichtweise des hintersinnigen Aufklärers sowie das poetische Gewicht seines Werks eingehen.
Am 23.7.26 besuchte die 10c im Rahmen des Gemeinschaftskundeunterrichts eine Urteilsverkündung am Bundesverfassungsgericht. Nach dem Fußweg in den Schlosspark, mussten wir im Bundesverfassungsgericht wie im Flughafen durch eine Sicherheitskontrolle der Bundespolizei. Im Gebäude waren schon Kameras von ARD und ZDF aufgebaut, da das öffentliche Interesse an der bevorstehenden Urteilsverkündung sehr groß war. Es handelte sich um ein Grundsatzurteil zum Gesetzgebungsverfahren. Geklagt hatte ein Abgeordneter, der sich in seinen Rechten (Art. 38) eingeschränkt sah, weil die damalige Ampel-Bundesregierung den Abgeordneten zu wenig Beratungszeit bis zur Verabschiedung des sogenannten „Heizungsgesetztes“ 2023 eingeräumt hatte. Wir durften als Zuschauer im Sitzungssaal Platz nehmen, in dem sich die Verfahrensbeteiligten versammelt hatten. Alle standen auf, als der Saaldiener das Bundesverfassungsgericht ankündigte und die RichterInnen in ihren roten Roben hereinkamen. Die Vorsitzende Richterin des 2. Senats verlas das Urteil und die Begründung. Die Klage des Abgeordneten wurde in allen Punkten abgewiesen. Betont wurde, dass der Bundestag in seiner Geschäftsordnung das Gesetzgebungsverfahren selbst regelt und das Bundesverfassungsgericht in den genannten Punkten keine verfassungsrechtlich relevanten Einschränkungen der Rechte der Abgeordneten erkannte. Das Gesetzgebungsverfahren sei zwar schnell gegangen, aber die Verfassung sehe hier kein „Tempolimit“ vor. Eine öffentliche Willensbildung im Parlament war gewährleistet, die Opposition nicht benachteiligt bei der Information über das Gesetz. Allerdings betonte die Richterin, dass es bei missbräuchlicher Beschleunigung oder Verschleppung von Gesetzgebungsverfahren durchaus verfassungsrechtliche Hürden geben kann, wenn die beiden oben genannten Punkte nicht mehr erfüllt seien. Insgesamt erlebten wir eine spannende verfassungsrechtliche Diskussion und konnten die Berichterstattung über das Urteil danach in den Medien verfolgen.
Barbara Held (Gemeinschaftskundelehrerin 10c)
Beim diesjährigen 24-Stunden-Lauf, organisiert vom Stadtjugendausschuss Karlsruhe, setzte unsere Schulgemeinschaft ein starkes Zeichen für die Kinderrechte. Trotz der sehr hohen Temperaturen zeigten unsere Schülerinnen und Schüler großen Einsatz und beeindruckten mit ihrer hohen Laufbereitschaft. Auch in den Nachtstunden war der unermüdliche Einsatz aller Beteiligten bemerkenswert.
Ein besonderer Dank gilt allen Schülerinnen und Schülern, Geschwistern, Eltern, Freunden, Lehrkräften sowie ehemaligen Schülerinnen und Schülern für ihre vielfältige Unterstützung. Durch den Einsatz auf der Laufstrecke, das begeisterte Anfeuern, die Versorgung der Teilnehmenden mit Getränken und Verpflegung, sowie die zahlreichen Spenden für die Projekte wurde der 24-Stunden-Lauf zu einer rundum gelungenen Veranstaltung.
Mit insgesamt 1002 gelaufenen Runden konnte sich das Bismarck Gymnasium den 1. Platz in der Laufwertung sichern. Darüber hinaus wurden 3.337 Euro an Spenden gesammelt – ein herausragendes Ergebnis, das den 4. Platz unter den Spendenergebnissen sicherte. Wir sind stolz auf diese beeindruckende Gemeinschaftsleistung und danken allen, die zu diesem Erfolg beigetragen haben.
Am vergangenen Dienstag wurden die über 60 Teilnehmenden des Englisch Wettbewerbs THE BIG CHALLENGE geehrt. Alle erhielten eine Urkunde und eine Anerkennung, die Stufenbesten wurden in besonderer Weise gewürdigt.
Leonie Eckert
Am Dienstag, 12.5., hatten wir, die Klassen 8a und 8c, die Möglichkeit an einem ganztägigen Workshop „Rechtsstaat macht Schule“ mit Frau Held und Herrn Mijatovic teilzunehmen. Das Projekt wird angeboten vom Justiz- und Innenministerium Baden-Württemberg und hat zum Ziel „[…] bei jungen Menschen gleichermaßen Verständnis für das Wirken und die Zusammenarbeit von Polizei und Justiz [zu] vermitteln und Vertrauen in diese Institutionen [zu] stärken.“
Wir hatten Besuch von einer Polizistin und einem Polizisten sowie einem Richter. Im ersten Teil haben wir uns mit den Polizisten unterhalten. Wir haben ihnen Fragen gestellt und sie haben uns ausführlich geantwortet. So haben wir erfahren, wie der berufliche Alltag eines Polizisten aussieht und dass manche Einsätze auch belastend sein können. Am Ende durften wir die Ausrüstung aus- und anprobieren, zum Beispiel die kugelsichere Weste und die Handschellen. Im zweiten und dritten Teil wurden wir von einem Richter über die verschiedenen Fälle, die ein Staatsanwalt zu bewältigen hat und wie interessant eine Gerichtsverhandlung sein kann aufgeklärt. Dies haben wir auch selber erfahren durch das Bearbeiten von Fällen und das Nachspielen eines Gerichtsprozesses.
Jonah 8c, Barbara Held (Gemeinschaftskundelehrerin)
Das heutige Bismarck-Gymnasium ist viel älter als die Stadt Karlsruhe selbst. 1586 als „Gymnasium illustre“ unter Markgraf Ernst Friedrich in Durlach gegründet, verlegte es Markgraf Karl Wilhelm, nachdem Durlach durch 1689 die Franzosen zerstört worden war, 1724 in die neun Jahre zuvor neu gegründete Residenzstadt „Carolsruhe“. Zuerst unterrichtete man in der Langen Straße (Kaiserstraße), ab 1807 bezog man die beiden Flügel zur Seite der Stadtkirche. 1874 wurde das Lyceum am heutigen Ort in der Bismarckstraße, die 1872 nach dem Reichskanzler benannt worden war, untergebracht. Der 440-jährige Geburtstag ist Anlass, historische Persönlichkeiten, die im Laufe seiner Geschichte die Schule besuchten, und aktuelle Ereignisse miteinander zu verbinden.
In den kommenden Wochen wird durch die Fußball-WM in Mexiko, den USA und Kanada der Fußball wieder vermehrt in den Fokus rücken. Anlass für uns, den „Mann, der den Fußball nach Deutschland brachte“, in den Blick zu nehmen.
Teil I: „Mit Lederball und Trikot auf dem Engländerplatz“: Walther Bensemann (1873-1934): Fußballpionier, Journalist und Kosmopolit

Der Fußball in Süddeutschland hat eine Gründungsgeschichte eigener Art: 1889 war mit Walther Bensemann ein neuer Schüler in die Unterprima des heutigen Bismarck-Gymnasiums aufgenommen worden, der sich bald einen Fußball aus der Schweiz kommen ließ. Zusammen mit seinen 49 Klassenkameraden kickte er in der ersten 10-Minuten-Pause auf dem Schulhof, bereits nach wenigen Minuten musste ein Fenster der Schule daran glauben – eine Geschichte mit Folgen, denn: Der damalige Schulleiter, Dr. Gustav Wendt, verdonnerte die Kicker nicht zum Arrest, sondern schickte sie auf den benachbarten Engländerplatz, wo das neue Spiel sich entfalten konnte und einer breiten Öffentlichkeit bekannt wurde. Die Verbreitung des Fußballs nahm ihren Anfang.
Walther Bensemann wurde am 13.1.1873 in Berlin geboren. Erste Kontakte zum Fußballspiel erhielt er in der Schweiz, wo er in Montreux als Schüler einer Privatschule bereits im Jahr 1887 einen Fußballclub gründete. Von dort kam er nach Karlsruhe und ging auf das Karlsruher Lyceum (heute Bismarck-Gymnasium), wo er 1893 sein Abitur ablegte. In Karlsruhe gründete er bereits 1889 den Karlsruher Footballclub, aus dem 1891 der spätere Deutsche Meister Karlsruher Fußballverein (KFV) hervorging.
Bensemann wirkte aktiv an der Gründung zahlreicher Vereine in Deutschland mit. Den völkerverständigen Charakter erkannte er ebenfalls sehr früh: Auf sein Betreiben wurde erstmals ein deutsches Fußballteam nach Frankreich eingeladen.
Als Delegierter des FC Phönix Karlsruhe nahm Bensemann bei der Gründung des Deutschen Fußballbundes (DFB) am 28. Januar 1900 in Leipzig teil. 1920 gründete er die bis heute erscheinende Fußballfachzeitschrift „kicker“. In ihm sah er ein Symbol der Völkerverständigung durch den Sport. 1928 rief er im Schlosshotel Karlsruhe den Club der Alten (CDA) mit verdienten Fußballpionieren aus verschiedenen Ländern ins Leben.
1933 musste Bensemann aufgrund seiner jüdischen Abstammung vor den Nationalsozialisten in die Schweiz fliehen. Die Vereinnahmung des Sports durch die Nationalsozialisten und der Ausschluss jüdischer Spieler und Funktionäre war für ihn, der mit Fußball „Völkerverständigung, Internationalität und Friedensidee“ verbunden und eine politische Vereinnahmung des Fußballs immer abgelehnt hatte, ein schwerer Schlag. Walther Bensemann starb am 14.11.1934 infolge eines Hirnschlags in Montreux.
Tobias Markowitsch/Naomi Gucul
Am Montag den 20.4.2026 unternahm der Französischkurs der J1 gemeinsam mit ihren Kollegen aus dem Spätbeginnerkurs eine Exkursion in die Stadt der Liebe, nach Paris. Nachdem wir uns früh am Hauptbahnhof getroffen haben, erreichten wir dank der schnellen Zugverbindung Paris gegen 11 Uhr. Nach anfänglichen Ticketproblemen am Gare de l’Est machten wir uns auf zum Eiffelturm. Die unseren Lehrkräften versprochenen zehn Minuten reichten uns doch nicht, denn die markanteste Sehenswürdigkeit der Stadt gab dann doch zu viele Fotomöglichkeiten her. Danach machten wir uns zu Fuß auf den Weg durch die Stadt und kamen an weiteren Highlights vorbei: dem Louvre, dem Jardin des Tuileries, der Seine und natürlich der Kathedrale Notre-Dame, welche wir auch von innen zu Gesicht bekamen.

Nach einer kurzen Pause im quartier latin hatten wir noch individuelle Zeit um uns das quartier Châtelet- Les Hallesanzusehen, bevor wir mit vielen Fotos auf dem Handy wieder die Heimreise antraten. Wir bedanken uns recht herzlich bei unseren Lehrkräften Frau Drewek und Frau Doll, welche diese tolle Exkursion für uns möglich machten!
Florian Marquardt, Shihyun Park (J1)
Am 22. und 23. April machten sich die Schülerinnen und Schüler des NwT-Profils der 10. Klassen im Rahmen der Profilfachtage an eine besondere Herausforderung: Beim Projekt „Make Your School“ entwickelten sie mit viel Engagement, Kreativität und technischem Geschick eigene Ideen, um den Schulalltag zu optimieren.
In kleinen Teams wurde getüftelt, programmiert, gebaut und getestet. Dabei entstanden beeindruckende Prototypen, die zeigten, wie vielfältig technische Lösungen sein können. Die Projekte reichten von einem Tafelputzroboter über eine selbstreinigende Mikrowelle für den Oberstufenraum bis hin zu einem Wecker mit eher rabiaten Weckmethoden.
Begleitet wurden die Schülerinnen und Schüler von den NwT-Lehrkräften sowie einem fünfköpfigen Mentorenteam, das sie mit fachlicher Unterstützung, praktischen Tipps und viel Motivation durch die beiden Projekttage führte. Besonders schön war, dass sich unter den Mentorinnen und Mentoren auch ehemalige Bismarck-Schüler befanden, die es sichtlich genossen, wieder einmal an „ihrer Schule“ zu sein.
Die Profiltage zeigten eindrucksvoll, wie viel Innovationsgeist, Teamarbeit und Problemlösekompetenz in unseren Zehntklässlerinnen und Zehntklässlern steckt. Ein herzliches Dankeschön gilt allen Beteiligten für zwei spannende, produktive und inspirierende Projekttage.
