Eine Begegnung im Jahre 1990 veränderte ihr Leben. Erika Rosenberg, geboren 1951, traf am 22.6.1990 in Buenos Aires Emilie Schindler, die Frau von Oskar Schindler. „Ihre raue Stimme, ihre Hände, ihr Antlitz, ihr kränkliches Körperchen hatten in sich eine Kraft, die ich sehr selten vorher gesehen hatte. […] Auf Anhieb haben wir uns verstanden. Sie war für mich eine Trägerin einer Geschichte, von der meine Eltern nie getraut hätten, mir zu erzählen.“
Während Oskar Schindler durch den Film „Schindlers Liste“ von Steven Spielberg internationale Aufmerksamkeit erfuhr, rückte die Geschichte von Emilie zunehmend in den Hintergrund. Erika Rosenberg begleitet Emilie Schindler bis zu ihrem Tod und veröffentlicht als bekannte Journalistin deren Memoiren. Seitdem setzt sie sich als Zeitzeugin der 2. Generation intensiv für die Erinnerung an die in Vergessenheit geratene Ehefrau Oskar Schindlers und ihr Handeln ein.
Am 17.6.2026 besuchte Erika Rosenberg das Bismarck-Gymnasium. Möglich gemacht hatte die Veranstaltung Frau Alexandra Müller vom Markgrafen-Gymnasium in Durlach, die eine Lesereise Rosenbergs in Karlsruhe und Ettlingen organisierte. Rund 100 Schülerinnen und Schüler des Bismarck-, Dominikus-, Goethe- und Helmholtz-Gymnasiums lauschten dem rund 90-minütigen Vortrag Rosenbergs, in dem die Schriftstellerin, Journalistin und Übersetzerin über die „vergessene Heldin“ Emilie Schindler, deren Mut, Engagement und Zivilcourage während der NS-Zeit berichtete.
Ihr Vortrag beinhaltete aber auch viele Impulse für die Jugendlichen, gerade in politisch schwierigen Zeiten, Werte wie Menschlichkeit und Respekt zu leben.
Vielen Dank für den Besuch in unserer Schule und ein herzliches Dankeschön an alle Kooperationspartner.
(Text und Bild: Tobias Markowitsch)






Begleitet wurden die Schülerinnen und Schüler von den NwT-Lehrkräften sowie einem fünfköpfigen Mentorenteam, das sie mit fachlicher Unterstützung, praktischen Tipps und viel Motivation durch die beiden Projekttage führte. Besonders schön war, dass sich unter den Mentorinnen und Mentoren auch ehemalige Bismarck-Schüler befanden, die es sichtlich genossen, wieder einmal an „ihrer Schule“ zu sein.