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Beim diesjährigen 24-Stunden-Lauf, organisiert vom Stadtjugendausschuss Karlsruhe, setzte unsere Schulgemeinschaft ein starkes Zeichen für die Kinderrechte. Trotz der sehr hohen Temperaturen zeigten unsere Schülerinnen und Schüler großen Einsatz und beeindruckten mit ihrer hohen Laufbereitschaft. Auch in den Nachtstunden war der unermüdliche Einsatz aller Beteiligten bemerkenswert.
Ein besonderer Dank gilt allen Schülerinnen und Schülern, Geschwistern, Eltern, Freunden, Lehrkräften sowie ehemaligen Schülerinnen und Schülern für ihre vielfältige Unterstützung. Durch den Einsatz auf der Laufstrecke, das begeisterte Anfeuern, die Versorgung der Teilnehmenden mit Getränken und Verpflegung, sowie die zahlreichen Spenden für die Projekte wurde der 24-Stunden-Lauf zu einer rundum gelungenen Veranstaltung.
Mit insgesamt 1002 gelaufenen Runden konnte sich das Bismarck Gymnasium den 1. Platz in der Laufwertung sichern. Darüber hinaus wurden 3.337 Euro an Spenden gesammelt – ein herausragendes Ergebnis, das den 4. Platz unter den Spendenergebnissen sicherte. Wir sind stolz auf diese beeindruckende Gemeinschaftsleistung und danken allen, die zu diesem Erfolg beigetragen haben.
Am Dienstag, dem 14. Juli 2026, besuchten die Klassen 8a und 8c im Rahmen des Gemeinschaftskundeunterrichts und des Workshops „Rechtsstaat macht Schule“ das Amtsgericht Karlsruhe. Ziel des Besuchs war es, den Ablauf einer strafrechtlichen Gerichtsverhandlung kennenzulernen.
Vor Beginn der Verhandlung nahmen die Schülerinnen und Schüler im Gerichtssaal Platz. Eine Mitarbeiterin des Gerichts begrüßte die Klassen, erklärte die Regeln im Gerichtssaal und schrieb während der Verhandlung das Gesagte mit. Danach betraten der Staatsanwalt, der Angeklagte und sein Verteidiger den Saal. Als der Richter und die zwei Schöffen eintraten, standen alle Anwesenden auf.
Der Richter eröffnete die Verhandlung und stellte die beteiligten Personen kurz vor. Anschließend verlas der Staatsanwalt die Anklage. Dem 29-jährigen Angeklagten wurde der unerlaubte Besitz von Betäubungsmitteln vorgeworfen. Danach erklärte der Richter ihm, dass er das Recht habe zu schweigen und nicht alle Fragen beantworten müsse.
Anschließend ging es um die persönliche Situation des Angeklagten. Dazu las der Richter Informationen aus einem Bericht der Gerichtshilfe vor. Unter anderem wurden seine Gesundheit, seine Familie, seine Arbeitslosigkeit und sein früherer Drogenkonsum angesprochen. Der Richter, die Schöffen und der Staatsanwalt stellten ihm dazu verschiedene Fragen.
Danach wurde ein Polizist als Zeuge befragt. Er berichtete von einem früheren Einsatz in der Wohnung des Angeklagten. Ein weiterer Zeuge konnte krankheitsbedingt nicht erscheinen. Daraufhin wurden Fotos aus der Wohnung und Videos von einem Handy als Beweismittel gezeigt. Der Angeklagte erklärte, dass er die Personen in den Videos nicht kenne und nicht wisse, wie die Aufnahmen auf sein Handy gelangt seien.
Am Ende erklärten der Staatsanwalt und der Verteidiger, welche Strafe sie jeweils für angemessen hielten. Der Staatsanwalt forderte eine Strafe von neun Monaten, während der Verteidiger sieben Monate vorschlug. Danach bekam der Angeklagte das letzte Wort. Anschließend zog sich das Gericht zur Beratung zurück. Da bis zur Verkündung des Urteils noch ungefähr eine Stunde vergangen wäre, verließen die Klassen vorher das Gericht. Deshalb erfuhren die Schülerinnen und Schüler nicht, wie das Urteil ausfiel.
Sophie W. 8a
Eine Begegnung im Jahre 1990 veränderte ihr Leben. Erika Rosenberg, geboren 1951, traf am 22.6.1990 in Buenos Aires Emilie Schindler, die Frau von Oskar Schindler. „Ihre raue Stimme, ihre Hände, ihr Antlitz, ihr kränkliches Körperchen hatten in sich eine Kraft, die ich sehr selten vorher gesehen hatte. […] Auf Anhieb haben wir uns verstanden. Sie war für mich eine Trägerin einer Geschichte, von der meine Eltern nie getraut hätten, mir zu erzählen.“
Während Oskar Schindler durch den Film „Schindlers Liste“ von Steven Spielberg internationale Aufmerksamkeit erfuhr, rückte die Geschichte von Emilie zunehmend in den Hintergrund. Erika Rosenberg begleitet Emilie Schindler bis zu ihrem Tod und veröffentlicht als bekannte Journalistin deren Memoiren. Seitdem setzt sie sich als Zeitzeugin der 2. Generation intensiv für die Erinnerung an die in Vergessenheit geratene Ehefrau Oskar Schindlers und ihr Handeln ein.
Am 17.6.2026 besuchte Erika Rosenberg das Bismarck-Gymnasium. Möglich gemacht hatte die Veranstaltung Frau Alexandra Müller vom Markgrafen-Gymnasium in Durlach, die eine Lesereise Rosenbergs in Karlsruhe und Ettlingen organisierte. Rund 100 Schülerinnen und Schüler des Bismarck-, Dominikus-, Goethe- und Helmholtz-Gymnasiums lauschten dem rund 90-minütigen Vortrag Rosenbergs, in dem die Schriftstellerin, Journalistin und Übersetzerin über die „vergessene Heldin“ Emilie Schindler, deren Mut, Engagement und Zivilcourage während der NS-Zeit berichtete.
Ihr Vortrag beinhaltete aber auch viele Impulse für die Jugendlichen, gerade in politisch schwierigen Zeiten, Werte wie Menschlichkeit und Respekt zu leben.
Vielen Dank für den Besuch in unserer Schule und ein herzliches Dankeschön an alle Kooperationspartner.
(Text und Bild: Tobias Markowitsch)
Was tun, wenn ein Mensch plötzlich zusammenbricht? Dieser Frage gingen im Juli die Schülerinnen und Schüler der Klasse 7b gemeinsam mit dem „Team Lebensretter“ des Städtischen Klinikums nach. An einem Nachmittag lernten die 18 Freiwilligen die Grundlagen der lebensrettenden Sofortmaßnahmen. Im Mittelpunkt stand dabei vor allem das praktische Üben: An Übungspuppen trainierten die Jugendlichen die Herzdruckmassage und die Wiederbelebung und gewannen so Sicherheit für den Ernstfall.
Ein Kurs, der nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch Mut macht und Ängste abbaut. Denn Leben retten kann jeder – man muss nur wissen, wie.
Auch in diesem Jahr hat sich das Bismarck-Gymnasium beim Karlsruher Schul-Robotik-Cup ausgezeichnet geschlagen: Beim 9. Wettbewerb, der im Rahmen des MINT-Festivals in der Event Hall des SteamWork Karlsruhe ausgetragen wurde, traten insgesamt 20 Teams aus neun Schulen mit selbst konstruierten Robotern gegeneinander an.
Gemessen wurden die Teams in drei Disziplinen: Mars-Mission, Einparkroboter und Rettungsroboter. Dabei kam es nicht nur auf technisches Geschick an, sondern auch auf Kreativität, Teamarbeit und die Fähigkeit, unter Zeitdruck clevere Lösungen zu finden.

Doppelerfolg in der Disziplin Rettungsroboter
Besonders stolz können wir auf unsere Schüler in der Kategorie Rettungsroboter sein:
Mit dieser starken Leistung sicherte sich das Bismarck-Gymnasium gleich zwei der drei Podiumsplätze in dieser Disziplin – ein toller Erfolg, der die intensive Vorbereitung und den Einsatz der beiden Schüler eindrucksvoll belohnt.
Wir gratulieren Elias und Daniel herzlich zu diesem großartigen Erfolg!
Am Freitag, den 10. Juli 2026, hat die Klasse 7c des Bismarck-Gymnasiums das Mathelabor des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) besucht. Dass Mathematik auch praktisch und kreativ sein kann, zeigte ein abwechslungsreicher Vormittag voller kniffliger Herausforderungen, kreativer Lösungen und überraschender Aha-Momente!

Es wurden stabile Brücken ohne Seile, Kleber oder Schrauben gebaut, komplexe Legepuzzles gelöst und Logikrätsel wie die Türme von Hanoi gemeistert. Wer hätte gedacht, dass Mathematik auch Magie mit Knoten oder das Binden einer Krawatte beinhalten kann? Beim Funktionen laufen wurde nicht nur der Kopf, sondern auch die Beine in Bewegung gesetzt – eine perfekte Vorbereitung auf den anstehenden 24-Stunden-Lauf am Wochenende.
Erstaunt über die vielfältigen und spielerischen Seiten der Mathematik bedanken wir uns herzlich beim Team des Mathelabors für die tolle Organisation und Betreuung!
Kai Marquardt
Am vergangenen Dienstag wurden die über 60 Teilnehmenden des Englisch Wettbewerbs THE BIG CHALLENGE geehrt. Alle erhielten eine Urkunde und eine Anerkennung, die Stufenbesten wurden in besonderer Weise gewürdigt.
Leonie Eckert
Am Dienstag, 12.5., hatten wir, die Klassen 8a und 8c, die Möglichkeit an einem ganztägigen Workshop „Rechtsstaat macht Schule“ mit Frau Held und Herrn Mijatovic teilzunehmen. Das Projekt wird angeboten vom Justiz- und Innenministerium Baden-Württemberg und hat zum Ziel „[…] bei jungen Menschen gleichermaßen Verständnis für das Wirken und die Zusammenarbeit von Polizei und Justiz [zu] vermitteln und Vertrauen in diese Institutionen [zu] stärken.“
Wir hatten Besuch von einer Polizistin und einem Polizisten sowie einem Richter. Im ersten Teil haben wir uns mit den Polizisten unterhalten. Wir haben ihnen Fragen gestellt und sie haben uns ausführlich geantwortet. So haben wir erfahren, wie der berufliche Alltag eines Polizisten aussieht und dass manche Einsätze auch belastend sein können. Am Ende durften wir die Ausrüstung aus- und anprobieren, zum Beispiel die kugelsichere Weste und die Handschellen. Im zweiten und dritten Teil wurden wir von einem Richter über die verschiedenen Fälle, die ein Staatsanwalt zu bewältigen hat und wie interessant eine Gerichtsverhandlung sein kann aufgeklärt. Dies haben wir auch selber erfahren durch das Bearbeiten von Fällen und das Nachspielen eines Gerichtsprozesses.
Jonah 8c, Barbara Held (Gemeinschaftskundelehrerin)
Das heutige Bismarck-Gymnasium ist viel älter als die Stadt Karlsruhe selbst. 1586 als „Gymnasium illustre“ unter Markgraf Ernst Friedrich in Durlach gegründet, verlegte es Markgraf Karl Wilhelm, nachdem Durlach durch 1689 die Franzosen zerstört worden war, 1724 in die neun Jahre zuvor neu gegründete Residenzstadt „Carolsruhe“. Zuerst unterrichtete man in der Langen Straße (Kaiserstraße), ab 1807 bezog man die beiden Flügel zur Seite der Stadtkirche. 1874 wurde das Lyceum am heutigen Ort in der Bismarckstraße, die 1872 nach dem Reichskanzler benannt worden war, untergebracht. Der 440-jährige Geburtstag ist Anlass, historische Persönlichkeiten, die im Laufe seiner Geschichte die Schule besuchten, und aktuelle Ereignisse miteinander zu verbinden.
In den kommenden Wochen wird durch die Fußball-WM in Mexiko, den USA und Kanada der Fußball wieder vermehrt in den Fokus rücken. Anlass für uns, den „Mann, der den Fußball nach Deutschland brachte“, in den Blick zu nehmen.
Teil I: „Mit Lederball und Trikot auf dem Engländerplatz“: Walther Bensemann (1873-1934): Fußballpionier, Journalist und Kosmopolit

Der Fußball in Süddeutschland hat eine Gründungsgeschichte eigener Art: 1889 war mit Walther Bensemann ein neuer Schüler in die Unterprima des heutigen Bismarck-Gymnasiums aufgenommen worden, der sich bald einen Fußball aus der Schweiz kommen ließ. Zusammen mit seinen 49 Klassenkameraden kickte er in der ersten 10-Minuten-Pause auf dem Schulhof, bereits nach wenigen Minuten musste ein Fenster der Schule daran glauben – eine Geschichte mit Folgen, denn: Der damalige Schulleiter, Dr. Gustav Wendt, verdonnerte die Kicker nicht zum Arrest, sondern schickte sie auf den benachbarten Engländerplatz, wo das neue Spiel sich entfalten konnte und einer breiten Öffentlichkeit bekannt wurde. Die Verbreitung des Fußballs nahm ihren Anfang.
Walther Bensemann wurde am 13.1.1873 in Berlin geboren. Erste Kontakte zum Fußballspiel erhielt er in der Schweiz, wo er in Montreux als Schüler einer Privatschule bereits im Jahr 1887 einen Fußballclub gründete. Von dort kam er nach Karlsruhe und ging auf das Karlsruher Lyceum (heute Bismarck-Gymnasium), wo er 1893 sein Abitur ablegte. In Karlsruhe gründete er bereits 1889 den Karlsruher Footballclub, aus dem 1891 der spätere Deutsche Meister Karlsruher Fußballverein (KFV) hervorging.
Bensemann wirkte aktiv an der Gründung zahlreicher Vereine in Deutschland mit. Den völkerverständigen Charakter erkannte er ebenfalls sehr früh: Auf sein Betreiben wurde erstmals ein deutsches Fußballteam nach Frankreich eingeladen.
Als Delegierter des FC Phönix Karlsruhe nahm Bensemann bei der Gründung des Deutschen Fußballbundes (DFB) am 28. Januar 1900 in Leipzig teil. 1920 gründete er die bis heute erscheinende Fußballfachzeitschrift „kicker“. In ihm sah er ein Symbol der Völkerverständigung durch den Sport. 1928 rief er im Schlosshotel Karlsruhe den Club der Alten (CDA) mit verdienten Fußballpionieren aus verschiedenen Ländern ins Leben.
1933 musste Bensemann aufgrund seiner jüdischen Abstammung vor den Nationalsozialisten in die Schweiz fliehen. Die Vereinnahmung des Sports durch die Nationalsozialisten und der Ausschluss jüdischer Spieler und Funktionäre war für ihn, der mit Fußball „Völkerverständigung, Internationalität und Friedensidee“ verbunden und eine politische Vereinnahmung des Fußballs immer abgelehnt hatte, ein schwerer Schlag. Walther Bensemann starb am 14.11.1934 infolge eines Hirnschlags in Montreux.
Tobias Markowitsch/Naomi Gucul
Die fischertechnik-AG des Bismarck-Gymnasiums Karlsruhe unterstützte in diesem Jahr den Messestand der Technik-Initiative Karlsruhe (technika) auf der LEARNTEC in Karlsruhe. Die Schülerinnen und Schüler präsentierten dort ihre selbst entwickelten Modelle und erklärten interessierten Besucherinnen und Besuchern das Prinzip und die Ziele der technika.
Die fischertechnik-AG schließt dabei eine wichtige Lücke in der technischen Bildung an Schulen: Hier können Kinder und Jugendliche selbst bauen, tüfteln und experimentieren. Genau dieses praxisnahe Lernen und die Begeisterung für Technik möchte auch die technika fördern und sichtbar machen.

Besonders spannend war für die AG-Mitglieder der Austausch mit den Organisatoren des CyberForum. Dabei entstanden viele neue Ideen rund um Technik, Informatik und Nachwuchsförderung.Außerdem konnten die Kinder echte Messeluft schnuppern und erleben, wie Unternehmen, Schulen und Initiativen auf einer großen Fachmesse zusammenarbeiten. Der Besuch war für alle Beteiligten eine spannende und lehrreiche Erfahrung.
Clemens Ortmann