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Am Montag, den 23.03.2026, hat der Seminarkurs Recht das Bundesverfassungsgericht besucht. Leider konnte krankheitsbedingt nur ungefähr die Hälfte von uns teilnehmen. Diejenigen, die anwesend waren, mussten sich zuerst einer ausführlichen Sicherheitskontrolle unterziehen. Daraufhin haben wir Dr. Peter Frank, Richter des zweiten Senats des Bundesverfassungsgerichts, getroffen.
In der folgenden Stunde hatten wir die Möglichkeit, uns mit ihm zu unterhalten. Dabei ging es zunächst um einige grundlegende Dinge zum Thema Grundrechte sowie zum Aufbau des Bundesverfassungsgerichts. Auch über dessen Verhältnis zu anderen Gerichtshöfen hat uns Herr Dr. Frank aufgeklärt. Das Bundesverfassungsgericht ist in Deutschland zwar die höchste Instanz, in bestimmten Gebieten gibt es jedoch eine sogenannte Einzelermächtigung. Das bedeutet, dass die Länder der Europäischen Union einzelne Kompetenzen an die EU abgeben, dementsprechend gelten hier nicht mehr die Gesetze der einzelnen Mitgliedstaaten und das Bundesverfassungsgericht ordnet sich dem Europäischen Gerichtshof unter.
Auch haben wir lange über die Richterzusammensetzung am Bundesverfassungsgericht gesprochen. Diese müssen jeweils zur Hälfte vom Bundestag und vom Bundesrat gewählt werden. Zudem gibt es verschiedene Kriterien, die erfüllt sein müssen. Beispielsweise müssen von den acht RichterInnen in jedem der beiden Senate jeweils mindestens drei ehemalige RichterInnen eines Oberlandesgerichtes sein. Außerdem müssen KandidatInnen JuristInnen im Alter von 40 bis 67 sein. Aufgrund der Tatsache, dass das Vorschlagsrecht für die Ämter zwischen den Parteien CDU, SPD, FDP und den Grünen aufgeteilt ist, kam hier aus aktuellem Anlass auch die Frage auf, ob auch eine Partei wie die AFD dieses Recht erhalten sollte. Diese Fragestellung hat uns zum Verhältnis von Politik und Rechtsprechung geführt. Denn während (wie wir im letzten Jahr bei der Richterwahl gesehen haben) die Besetzung der Richterposten zwar etwas politisches ist, sind Judikative und Legislative ansonsten getrennt.
Außerdem waren wir von praktischen Herausforderungen des Bundesverfassungsgerichts fasziniert und haben uns einige Fragen gestellt, beispielsweise: Wie kann ein einziges Gericht mit gerade einmal 26 RichterInnen jährlich um die 5000 Fälle bearbeiten? Wir durften die Gesprächsthemen aktiv mitbestimmen und beispielsweise auch über unsere anstehenden Seminararbeiten sprechen.
Schlussendlich hatten wir außerdem die Möglichkeit, den aus dem Fernsehen bekannten Sitzungssaal des Gerichts zu besichtigen. Dort haben wir neben dem beeindruckenden Raum selbst auch den Ausblick auf das Schloss bestaunt.
Wir bedanken uns ganz herzlich bei Dr. Peter Frank und allen Angehörigen des Bundesverfassungsgerichts sowie bei unseren Lehrkräften Frau Kröhl und Frau Klering, die uns diesen interessanten und lehrreichen Besuch ermöglicht haben.
– Sarah Lechleiter, J1
Another year, another Heidelberg weekend! Nach erfolgreichen Vorrunden, in die das Bismarck-Gymnasium drei von vier Runden der Senior League 25/26 für sich entscheiden konnte, machte sich das Team – bestehend aus drei „erfahrenen“ Seniors und den letztjährigen Juniors – erneut auf den Weg nach Heidelberg.
Die vorbereiteten Debatten zu den Themen „Once self-driving cars are fully developed and widely available, this house would ban humans from driving“ sowie „This house opposes the decline of religiosity in the West“ wurden im Vorfeld ausgearbeitet. Vor Ort stellten sich die Debattierenden außerdem zwei spontanen Runden, darunter die Motion „This house believes that party discipline in parliaments is undemocratic“ sowie die eher unterhaltsame „This house believes it is better to be romantically rejected than to be the rejector“. Beide Debatten konnten mit starkem Feedback gewonnen werden – mit dem besonderen Lob, sie hätten ein Niveau erreicht, das viele vorbereitete Debatten übertreffe.
Nach vier intensiven Runden am Freitag und Samstag durfte die obligatorische jährliche Eispause mit unserer Coachin Frau Eckert natürlich nicht fehlen – auch wenn diese durch eine (leicht unfreiwillige) Wanderung durch Heidelberg etwas länger ausfiel als geplant.
Im Anschluss folgte das mit Spannung erwartete Break Announcement: Zum ersten Mal konnte sich das Team für das Achtelfinale der Senior League qualifizieren. Dort trafen sie am Sonntag auf die zweitplatzierte Schule und konnten einen der drei Judges von sich überzeugen.
Nach einer feierlichen Abschlusszeremonie, bei der die Gewinnerteams sowie die Top 15 Speaker, darunter auch eine Bismarck-Speakerin auf Platz 9, ausgezeichnet wurden, ging es für die erschöpften Debattierenden zurück nach Karlsruhe.
Ein besonderer Dank gilt unserer Coachin Frau Eckert, ohne die all das nicht möglich gewesen wäre, sowie unserer unterstützenden Schulleiterin Frau Hartenstein und allen, die uns auf diesem Weg begleitet haben.Wir freuen uns schon jetzt auf die nächste Saison!
Auf eine intensive Austauschwoche in Karlsruhe vom 5. bis 12. März folgte kaum eine Woche später (vom 19. bis 25. März) unser Gegenbesuch in Lyon.
Es waren zwei intensive Wochen bei vorfrühlingshaft milden Temperaturen, die den insgesamt 44 beteiligten Schülerinnen und Schülern einen Einblick in den Schulalltag und das Leben der Gastfamilien vermittelten. Darüber hinaus tauchten die Jugendlichen bei Stadtspaziergängen und Museumsbesuchen in Architektur und Kunst des Gastlandes ein.

Am Donnerstag, den 5. 3. 2026, fand in der Aula des Bismarck-Gymnasiums der traditionelle Abiturientenvortrag für das Schwerpunktthema im Fach Latein statt.
Dieses Jahr sprach Dr. Stefan Faller, der an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg lehrt, über Schicksalsbegegnungen – Aeneas und seine Welt. Dabei spannte er einen Bogen von den Schicksalsbegegnungen des Autors Vergil zu ausgewählten fatalen Momenten des Protagonisten Aeneas und ging dabei auf das Konzept des „fatum“ ein. Im Anschluss an den Vortrag hatten die Zuhörenden, die überaus zahlreich erschienen waren, Gelegenheit, ihr Wissen durch Fragen an Dr. Faller zu erweitern und zu vertiefen.
Wir wünschen allen Abiturienten viel Erfolg für die kommende Zeit – fata viam invenient!
Eine Woche später referierte Prof. Dr. Jonas Grethlein von der Universität Heidelberg zum Thema „Das Vergessen in der Odyssee“. Dieser Vortrag war als ergänzende Vorbereitung für das diesjährige Griechisch-Abitur gedacht, in dem Homers Odyssee das Sternchenthema für die Interpretations-klausur ist.
Prof. Grethlein ging hier u.a. auf das Vergessen als Hindernis für Odysseus‘ Heimkehr (nostos) ein, das sich z.B. bei seinem Aufenthalt auf Ogygia bei der Nymphe Kalypso zeige, bei der er sieben Jahre lang verweilte, ohne an seine Heimat Ithaka zu denken und sie zu vermissen. Hierbei spielte die Liebe (eros) eine entscheidende Rolle, die allerdings nur eine Zeitlang anhielt und die Odysseus am Ende nicht mehr empfand.
Als weiteres Mittel des Vergessens nannte Prof. Grethlein die in der Odyssee erwähnten Drogen bei den Lotophagen, die der Grund dafür waren, dass drei Gefährten des Odysseus, die er als Kundschafter ausgesandt hatte, nicht mehr zurückkehrten, und er die übrigen Gefährten mit Gewalt zurückhalten musste.
Der Gesang schließlich bildete das letzte der drei Mittel, das sich bei Odysseus‘ Begegnung mit den Sirenen zeige, bei der er und seine Gefährten von den wundersamen Stimmen wie in Trance angezogen und nur dadurch gerettet wurden, dass ihnen die Ohren mit Wachs verschlossen wurden und Odysseus sich an den Mast des Schiffes binden ließ. Interessanterweise handle es sich hier allerdings, so Prof. Grethlein, um ein ambivalentes Motiv, da der Gesang zugleich auch der Erinnerung diene, was sich beim homerischen Sänger zeige.
Zum Ende seines Vortrages ging Prof. Grethlein noch auf die politische Dimension des Vergessens im 24. Gesang der Odyssee ein, in dem das Vergessen des Freiermordes zu Versöhnung und Frieden auf Ithaka beitrug, nicht zuletzt durch die Vermittlung Athenes, die als sog. „dea ex machina“ diesen Typus der späteren Tragödie präfigurierte.
Im Anschluss gab es für die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, Fragen an den Referenten zu stellen, um vorhandene Problemstellungen zu vertiefen.
Dem deutschen Altphilologenverband im Landesbezirk Nordbaden, und hier besonders Frau Andrea Schludi und Herrn Markus Braun, ist zu danken, dass sie erneut zwei sehr interessante Vorträge zu den Sternchenthemen im Abitur der Fächer Latein und Griechisch organisiert haben!
Jolene Schweikert / Gregor Klant
Politik einmal live erleben – diese Gelegenheit hatten wir, der Leistungskurs Gemeinschaftskunde, bei unserem Besuch im baden-württembergischen Landtag in Stuttgart. Ziel der Exkursion war es, die Themen aus dem Unterricht nicht nur theoretisch zu besprechen, sondern direkt vor Ort zu erfahren, wie Politik tatsächlich funktioniert. Zum Einstieg bekamen wir eine verständliche Einführung in die Aufgaben und die Arbeitsweise des Landtags. Dabei wurde erklärt, wie Gesetze entstehen, wie Fraktionen zusammenarbeiten und welche Rolle das Parlament für das Bundesland spielt. So wurde schnell klar: Hinter politischen Entscheidungen steckt viel Diskussion und Organisation.
Ein besonderes Highlight war die Teilnahme an einer laufenden Plenarsitzung. Von der Besuchertribüne aus konnten wir echte Debatten verfolgen und erleben, wie Abgeordnete ihre Standpunkte vertreten. Für viele war es spannend zu sehen, wie lebendig parlamentarische Diskussionen ablaufen. Im anschließenden Gespräch mit Abgeordneten verschiedener Fraktionen hatten wir die Möglichkeit, eigene Fragen zu stellen und aktuelle politische Themen anzusprechen. Der direkte Austausch bot interessante Einblicke in den Arbeitsalltag von Politikerinnen und Politikern – und zeigte, wie wichtig unterschiedliche Perspektiven in einer Demokratie sind.
Der Besuch im Landtag war für uns eine spannende Ergänzung zum Unterricht. Er machte deutlich, dass Demokratie nicht nur ein Lerninhalt ist, sondern aktiv gelebt wird. Sie betrifft jeden und erfordert unser aller Beteiligung!
EU? Wie werden bei so vielen verschiedenen Ländern und Interessen eigentlich Entscheidungen getroffen? Im Rahmen des Gemeinschaftskundeunterrichts fand für die 10. Klassen am Donnerstag, den 12.Februar eine Exkursion nach Straßburg statt, um das dortige Europa-Parlament zu besichtigen. Nach einer ungefähr 90-minütigen Fahrt im Reisebus durften alle Schüler*innen in kleinen Gruppen die Stadt erkunden. Wegen des doch recht regnerischen und kalten Wetters zogen es die meisten vor, die Zeit in gemütlichen Cafés und Läden zu verbringen, einige besuchten auch die beeindruckende Kathedrale, ein Wahrzeichen der französischen Stadt. Nach den zwei Stunden in der Stadt begann jedoch schon der Besuch im Europa-Parlament. Nach der Passierung der Sicherheitsschleuse erfuhr man einiges über das Gebäude an sich und die Geschichte der EU. Ein weiteres Highlight war das Gespräch mit dem SPD-Abgeordneten René Repasi, der trotz seines, wie man erfuhr, ziemlich stressigen Terminplans diverse Fragen zu seiner Arbeit und politischen Ansichten beantwortete. Zum Schluss folgte noch die Besichtigung des Plenarsaales, bevor die Rückfahrt nach Karlsruhe begann.
Charlotte Heix (10c)
Ein Bericht über die Exkursion der 9. Klassen des Bismarck-Gymnasiums zur KZ-Gedenkstätte Neckarelz
Am 11. Februar 2026 verließen wir – die neunten Klassen des Bismarck-Gymnasiums – den gewohnten Schulalltag und machten uns auf den Weg zu einer Vergangenheit, deren Folgen bis zu uns in die Gegenwart reicht. Zusammen mit Frau Ilg, Frau Schweikert und den Herren Markowitsch, Mijatovic und Wasner fuhren wir nach Neckarelz – einem Ort, der für die enge Verknüpfung von Industrie und systematischer Menschenverachtung im Nationalsozialismus steht. Vor Ort führten uns ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gedenkstätte über das Gelände des ehemaligen Lagers und erklärten uns alles sehr verständlich und engagiert.
Bereits bei unserer Ankunft schien das Wetter die Schwere des Themas zu spiegeln: Regen, aufgeweichte Wege, klamme Kälte. Und während wir wussten, dass uns am Nachmittag ein warmer Bus wieder heimbringen würde, wurde uns auf dem sog. „Goldfischpfad“, den die Inhaftierten damals täglich gehen mussten, bewusst, dass es für die Häftlinge damals kein Entkommen gab. Unter dem Tarnnamen „Projekt Goldfisch“ wurden ab 1944 Tausende KZ-Häftlinge gezwungen, einen stillgelegten Gips-Stollen zu einer unterirdischen Anlage auszubauen. Sie mussten Gänge erweitern, Fels abtragen, betonieren, Gleise verlegen und technische Infrastruktur für die geplante Verlagerung der Flugzeugmotorenfertigung von Daimler-Benz schaffen. Die Motoren selbst produzierten sie nicht; sie schufen unter extremen Bedingungen die Voraussetzungen – in einem System der Ausbeutung und Vernichtung durch Arbeit.
Die Führungen machten die Geschichte greifbar. Am eindringlichsten wirkte unter vielen anderen Dingen ein unscheinbares Blatt Papier, eine handgeschriebene Speisekarte, auf der Gefangene Gerichte wie Kastaniencreme, Braten und Obsttorte notierten – alles Speisen, die sie nie erhielten. Während sie tatsächlich nur dünne Suppe und Essensreste bekamen, stellten sie sich diese Mahlzeiten vor, um dem ständigen Hunger und der Not wenigstens in Gedanken etwas entgegenzusetzen. Auch andere erzählte Einzelschicksale machten die Zahlen erlebbar und begreifbar. Der Gang durch den Matsch war somit mehr als eine Wanderung. Das Gehen im “Goldfischpfad” wird zu einer Körpererfahrung: Hunger, Atemlosigkeit, Todesangst waren hier keine Lehrbuchbegriffe mehr, sondern die bittere Realität eines Alltags, der auf Vernichtung durch Arbeit angelegt war.
Gerade heute ist ein solcher Besuch notwendig. Wenn extremistische und menschenverachtende Ideologien wieder laut werden oder die Verbrechen der NS-Zeit relativiert werden, begreift man, wie wichtig historisches Bewusstsein ist. Die Exkursion war daher weit mehr als ein Unterrichtsgang – sie war eine eindringliche Erinnerung daran, dass Freiheit, Demokratie und Menschenwürde keine Selbstverständlichkeiten sind.
– Daniel Harzbecker
Beim diesjährigen Landeswettbewerb Mathematik konnte das Bismarck-Gymnasium zahlreiche Preise erzielen. Wir gratulieren allen Preisträgerinnen und Preisträgern und wünschen viel Erfolg für die nächste Runde!
J. Lichtenwalter