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Brüsselfahrt der amnesty-AG 10. – 11. Juli 2019

Mit dem Preisgeld, welches wir für unser langjähriges Engagement im Bereich Zivilcourage erhalten haben, sind wir, die amnesty-AG unserer Schule, mit insgesamt 21 Leuten nach Brüssel gereist. Dort haben wir zwei sehr eindrucksvolle Tage verbracht.

Als wir nach unserer fünfstündigen Zugfahrt in Brüssel angekommen waren und unser Gepäck verstaut hatten, besuchten wir die europäische Kommission. Dr. Stephan Koppelberg, ein Mitarbeiter der Generaldirektion Kommunikation, hielt uns dort einen interessanten Vortrag, in dem er uns Eindrücke der Funktionsweise der Kommission gab, sozusagen aus erster Hand. Unsere vielfältigen Fragen beantwortete er differenziert mit großem Fachwissen, so dass wir einiges über die EU erfahren konnten.

Danach gingen wir zusammen ins Parlamentarium, das Museum zum europäischen Parlament, das neben Straßburg auch in Brüssel tagt. Das moderne Museum mit einem tollen Design bot uns Information zur Geschichte der EU. Uns wurde klar, dass die Geschichte der EU sehr eng mit dem zweiten Weltkrieg verbunden ist und als Friedensprojekt gedacht ist, um die zahllosen Kriege auf dem europäischen Kontinent zu verhindern.

Zum Abschluss des Tages schauten wir uns den Grand Place und die sehr sehenswerte Brüssler Altstadt an und konnten in kleinen Gruppen selbstständig die Innenstadt erkunden. Den nächsten Tag starteten wir zwar etwas verschlafen, doch wir beschlossen trotzdem das Atomium, das Wahrzeichen Brüssels anzuschauen. Auch dieses gefiel uns sehr gut.

Wir alle waren überrascht, wie viel wir in so kurzer Zeit sehen und wie gut wir uns ein Bild der Stadt Brüssel machen konnten. Auch konnten wir durch diesen Ausflug die Idee der EU tiefergehender begreifen und uns ihre Wichtigkeit vor Augen führen.

Vielen Dank an unsere engagierten Lehrer Birte Thomas und Volker Rabeneck und dem Verein Lernort Zivilcourage & Widerstand, die den Preis „Jugend zeigt Zivilcourage“ ausschrieb, und uns so diesen Ausflug ermöglicht haben.

Riesenerfolg beim 24-Stundenlauf für Kinderrechte


Mit Stolz kann die Schulgemeinschaft des Bismarck auf das vergangene Wochenende zurückblicken: Am Freitag wurde ein fulminantes Sommerfest bei strahlendem Wetter, mit vielen Besucherinnen und Besuchern, kulinarischen Köstlichkeiten und einer vielfältigen Darstellung des Schullebens an verschiedenen Infoständen (u.a. Amnesty-AG, Bienen- und Wiesen-AG, Schülerzeitung, Ergebnisse aus dem Seminarkurs Geschichte) gefeiert. Es war das letzte Sommerfest mit dem scheidenden Rektor Herrn Gilbert. Ihm zu Ehren wurde die Band Pizzicato Blue engagiert und untermalte das Fest wunderbar stimmungsvoll. Die ansprechende Musik lud viele zum langen Verweilen ein und ließ den Abend gemütlich ausklingen.

Nahezu nahtlos schloss sich für die meisten am Samstag ab 16:00 Uhr die Teilnahme beim 24-Stundenlauf an. Dank sehr guter, langfristiger Vorbereitung und ausreichender Information aller Beteiligten kamen aus allen Klassen laufbegeisterte Schülerinnen und Schüler ins Stadion der Turnerschaft Mühlburg. Die Stimmung war jederzeit super gut, die Motivation grandios, der Spaß schwappte über und der Ehrgeiz war nicht zu brechen. Bis 6:00 Uhr am Sonntagmorgen hielt das Bismarck den Rundensieg vor dem eigentlichen Platzhirsch Fichte. Dann wechselte das Blatt, aber die folgenden Klassen konnten das Bismarck stabil auf Platz zwei halten. Letztendlich holten die Schulgemeinschaft zwei Pokale nach Hause: Einen für die gelaufenen Runden (927, das entspricht 370,8 km), den anderen für die eingeworbenen Spenden (2665,70 EUR). Herzlichen Glückwunsch!

Die Teilnahme war somit eine super Erfolgsgeschichte. Sie wurde hauptverantwortlich von den Schülerinnensprecherinnen Lilli und Konstanze und dem Schülersprecher Andrej von langer Hand vorbereitet und auf die Beine gestellt. Sie wurden verlässlich und unermüdlich von den Verbindungslehrkräften Frau Friderich und Herrn Rabeneck unterstützt.

 

Alle wiederum bauten auf das Engagement der (Klassen-)lehrkräfte und Eltern, die ihre jeweiligen Klassen begleitet, seelisch-moralisch als auch kulinarisch motiviert und gestärkt haben. Auch die Fördergemeinschaft hatte ihren Anteil am Erfolg des Laufs und beteiligte sich bei der Standgestaltung. Nicht zuletzt haben die neuen Schul-T-Shirts zur Identifikation mit dem Bismarck und der gemeinsamen Sache, dem Laufen für Kinderrechte, beigetragen. Ein ganz großes Dankeschön geht neben den Schülerinnen und Schülern an alle Eltern und Lehrkräfte für ihre Unterstützung, Motivation und Mithilfe. Die Läuferinnen und Läufer wissen dies sehr zu schätzen, fühlen sich in ihrem Engagement gesehen und haben sich als Schulgemeinschaft erlebt.

Gudula Kiehle

Wenn sich Schüler für Menschenrechte einsetzen: “Es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass man mit seinem Tun etwas bewegen kann!”


Schülerin Sabeth Kohl erklärt die Arbeit der Gruppe. | Bild: Melissa Betsch

Mädchen im Teenager-Alter interessieren sich nur für die neuesten Make-Up-Trends, den ersten Freund oder die nächste Party – so lautet das typische Klischee. Dass das aber nicht immer zutrifft, beweisen 18 Schülerinnen des Bismarck-Gymnasiums in Karlsruhe. Sie sind Mitglied in der schuleigenen Amnesty-AG – und setzen sich in ihrer Freizeit für Menschenrechte ein.

Neben Theater, Rudern und Schach gibt es am Bismarck-Gymnasium Karlsruhe seit 2013 auch eine auf den ersten Blick recht ungewöhnliche Arbeitsgemeinschaft: Die sogenannte Amnesty-AG. Stufenübergreifend kann sich hier jeder, der Interesse hat, einmal im Monat nach der Schule treffen, um sich international für den Schutz der Menschenrechte einzusetzen.

Gegründet haben sie die Lehrer Volker Rabeneck und Birte Thomas. “Sie haben festgestellt, dass sie sich beide bei Amnesty International engagieren, so kam diese Idee dann zustande”, erklärt Carolin Bechtolt im Gespräch mit ka-news.


Ein Teil der Amnesty-AG des Bismarck-Gymnasiums. | Bild: Melissa Betsch

Engagement in Form von Briefmarathons, Petitionen und Fairtrade-Nikoläusen
Die 16-Jährige ist eine der insgesamt 18 Schülerinnen, die sich aktuell in der AG engagieren. Aktiv ist die Gruppe dabei in vielfältiger Weise: “Wir arbeiten uns in Fälle ein, sammeln Unterschriften und starten Briefmarathons”, sagt die 16-jährige Sabeth Kohl.

“Dabei wählen wir drei verschiedene Einzelschicksale von Menschenrechtsverletzungen aus und fordern unsere Mitschüler auf, Briefe darüber zu schreiben. Die schicken wir dann an die Regierungen der jeweiligen Länder, damit wir möglichst zahlreich gehört werden. Das kommt echt gut an!”


Die Amnesty-AG setzt sich auf vielfältige Weise für den Schutz von Menschenrechten ein. | Bild: Melissa Betsch

In der Weihnachtszeit beliebt sei auch die Nikolaus-Aktion gewesen. Die Mitglieder verkaufen dabei Nikoläuse aus Fairtrade-Schokolade und machen gleichzeitig auf Kinderrechte und die weltweiten Arbeitsbedingungen aufmerksam.

Amnesty-AG gewinnt “Jugend zeigt Zivilcourage”-Preis
Besonders stolz sind die Mädchen aber auf ihren Stop-Motion-Film, den sie im Rahmen des Wettbewerbs “Baustelle Zukunft: Take your Rights” des Stadtjugendausschusses Karlsruhe zum Thema Versammlungsfreiheit gedreht haben. Drei bis vier Monate hat die Produktion gedauert. “Das war ganz schön anstrengend, hat aber auch viel Spaß gemacht”, lacht Sabeth. Und das Engagement der Gruppe wurde belohnt: Am Mittwoch, 30. Januar, wurde sie mit dem Preis “Jugend zeigt Zivilcourage” ausgezeichnet.

Und wie kommen die Schülerinnen bei anderen mit ihrer Arbeitsgemeinschaft an? “Wir erhalten nur positives Feedback!”, sagt Sabeth. Auch Mitschüler und Freunde zeigen sich nach Aussage der Gruppe aufgeschlossen gegenüber dem außergewöhnlichen Engagement der Mädchen.

“Wir müssen dafür sorgen, dass es anderen besser geht”
“In Zeiten, in denen es für Menschenrechte immer schwieriger wird, sollten wir umso glücklicher sein, dass wir hier leben können. Und wir müssen dafür sorgen, dass es anderen besser geht”, erklärt Jolin Frey auf die Frage, was sie bewegt hat, sich für Menschenrechte stark zu machen.
Schülern, die sich ebenfalls engagieren möchten, empfiehlt sie daher die Teilnahme an Petitionen sowie die Mitgliedschaft bei Amnesty International. “Denn es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass man mit seinem Tun auch von hier aus etwas bewegen kann!”

Jugend-zeigt-Zivilcourage-Preisverleihung

Am Mittwoch, 30.1.2019, wird die amnesty-Gruppe unserer Schule, die sich auf vielfältige Art und Weise für Menschenrechte einsetzt, vom “Lernort Zivilcourage und Widerstand” mit dem “Jugend-zeigt-Zivilcourage”-Preis ausgezeichnet. Die Veranstaltung findet um 18 Uhr in der Aula des Bismarck-Gymnasiums statt. Die Schulgemeinschaft und die Öffentlichkeit sind herzlich eingeladen.

#take your rights – Amnesty-AG engagiert sich für Grundrechte

Schülerinnen der Klasssenstufen 8-10 haben im Rahmen der Amnesty AG am Projekt „Baustelle Zukunft: Take your Rights“ teilgenommen. Das Projekt ist Teil der diesjährigen Europäischen Kulturtage „Aufbrüche – Umbrüche: Gleiche Rechte für alle“ und hat die Auseinandersetzung mit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte sowie den Grundrechten der Bundesrepublik Deutschland zum Ziel.
Unsere Schülerinnen haben sich in diesem Zusammenhang intensiv mit dem Grundrecht auf Versammlungsfreiheit auseinandergesetzt und dies sogar ausführlich mit dem Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts, Herrn Prof. Voßkuhle diskutiert. Dabei gab es zugleich hochinteressante Einblicke in die Funktionsweise des Grundgesetzes sowie des Bundesverfassungsgerichts.


Entstanden ist außerdem ein StopMotion-Film zum Thema Versammlungsfreiheit, der zusammen mit den anderen Beiträgen des Wettbewerbs noch einmal am 5. Mai ab 18:30 Uhr auf der Abschlussveranstaltung zu den Europäischen Kulturtagen im Tollhaus zu sehen sein wird:

https://www.tollhaus.de/de/data/termin/2544/zum-abschluss-aufbrechen-festivalabschluss-der-europaeischen-kulturtage-2018.html

Zudem sind alle Gruppen, die Beiträge erstellt haben, von einem professionellen Filmteam begleitet worden, und auch dieser Film wird im Tollhaus gezeigt.
Alle Interessierten sind ganz herzlichen eingeladen, sich die Ergebnisse anzusehen und am 5. Mai im Tollhaus mitzufeiern!
(Volker Rabeneck & Birte Thomas für die Amnesty-AG)