Klassen 6 und 8 beim Architekturwettbewerb Hoch(HIN)Haus

Im Rahmen der Architekturtage 2018 organisierte das Europäische Architekturhaus – Oberrhein zum 11. Mal in Folge zusammen mit der Architektenkammer Baden-Württemberg, der Académie de Strasbourg und Architekten aus allen drei Ländern einen grenzüberschreitenden Schülerwettbewerb für heranwachsende Architekten.


Der Modellbauwettbewerb richtete sich an Kinder und Jugendliche vom Grundschulalter bis zur Oberstufe. So konnten Schulen aus den Regionen Elsass, Baden-Württemberg und den Basler Kantonen in unterschiedlichen Alterskategorien teilnehmen. Einer komplexen Themenstellung folgend, entwickelten die SchülerInnen über mehrere Wochen neue, auch utopische, Wohnideen .
Die über 100 beteiligten Schulen stellten in den unterschiedlichen Regionen ihre kreativen Ideen in einwöchigen Ausstellungen zur Schau und wurden von einer fachkundigen Jury beurteilt. Bei der Preisverleihung am Samstag in den Räumen des Architekturschaufensters Karlsruhe konnten sich die SchülerInnen der Klassen 6a und 8c des Bismarck-Gymnasiums gleich über drei Preise freuen!


So konnte die Klasse 8 nicht nur den ersten Preis ihrer Kategorie entgegennehmen, sondern erhielt zudem den Sonderpreis für das höchste Gebäude.

Klasse 6 überzeugte die Jury ebenfalls. Hier gab es den Sonderpreis Konstruktion.


Neben Preisen erhielten alle teilnehmenden Gruppen von der Jury individuelle Feedbackschreiben, bei denen die jeweiligen Besonderheiten der Modelle herausgestellt wurden, mit denen die anspruchsvolle Aufgabe gelöst werden sollte, das Zusammenleben im Turm von morgen zu erfinden, dabei möglichst hoch zu bauen, die Räume auszunutzen, dabei aber die Gemeinschaft zu fördern und das Hochhaus möglichst umweltfreundlich zu planen.
So sah die Jury in den Arbeiten der Klasse 6 „(… )spannende Modelle mit viel Freizeitwert, die kleine Oasen schaffen. Die einzelnen Objekte beeindrucken auch schon in der Darstellung der Baupläne“. Der Sonderpreis Konstruktion wurde vergeben für eine „besonders gewagte Konstruktion mit einer großen Vielfalt an Nutzungsformen .“
Das Siegermodell begeisterte die Architekten der Jury „aufgrund der harmonischen Beziehung zwischen Innen und Außen, zwischen Leere und Masse. Durch Öffnungen an den Seiten und an der Spitze vermittelt es einen spannenden Eindruck von Transparenz und spielt mit Licht-und Schattenverhältnissen. Für diese differenziert Gestaltung verleiht die Jury den 1. Preis“.
Der Sonderpreis Höchstes Gebäude überzeugte nicht nur durch seine Höhe. Auch Überlegungen zur Wasserversorgung und die Einbeziehung des Lichteinfalls in die Planung wurden hervorgehoben.
Da diese Beobachtungen in vielerlei Hinsicht auf die anderen Modelle übertragen und ausgedehnt werden können, freue ich mich, dass die Grundidee des Wettbewerbs Architektur macht Schule bei den SchülerInnen auf fruchtbaren Boden gefallen ist. So haben alle Gruppen durch ihre kreativen Ideen zu einem spannenden Austausch zum Thema Architektur der Zukunft beigetragen!

K. Klapheck