Europäisches Gymnasium

In diesem Profil werden die beiden alten Fremdsprachen Latein und Griechisch mit den zwei neuen Fremdsprachen Englisch und Französisch verbunden. Nach Latein und Englisch in Klasse 5 wählen die Schüler/innen in Klasse 8 Griechisch und dann Französisch unter eventueller Aufgabe von Latein oder Englisch ab Klasse 10. In der gymnasialen Oberstufe werden zwei Fremdsprachen belegt, wovon mindestens eine Fremdsprache Latein oder Griechisch sein muss. Eine schriftliche Prüfung in einer Fremdsprache im Rahmen des Abiturs ist verpflichtend. Dieser Zug fördert neben der Sprachkompetenz in besonderer Weise die kulturelle Kompetenz, weil durch den Vergleich von antiker und moderner Welt die Wurzeln unserer Kultur verdeutlicht werden. Er integriert Europa als inhaltlichen Schwerpunkt in das Schulcurriculum. Das für den Abschluss dieses europäischen Zuges vergebene Zertifikat „Absolvent eines Europäischen Gymnasiums“ kann als besonderes Kriterium bei der Zulassung und Einstellung von Abiturienten im Rahmen des weiteren Berufsweges angesehen werden.

Latein + Englisch ab Klasse 5

Griechisch ab Klasse 8

Französisch ab Klasse 10

Die europäische Dimension ist Schwerpunkt nicht nur in den Fremdsprachen, sondern auch in den Curricula aller anderen Fächer, z.B. in den Naturwissenschaften und in den künstlerischen Fächern. Sie wird als  Kern des Schulcurriculums  punktuell in den einzelnen Fächern und vor allem in fächerübergreifenden Aktivitäten verwirklicht. Die im „Europäischen Gymnasium“ geplante Förderung der Sprachkompetenz in den Anfangsjahren der gymnasialen Schulbildung bedeutet für die Kontingentstundentafel der Klassen 5 und 6 eine besondere Berücksichtigung der Fächer Latein, Englisch und Deutsch. Diese intensive Förderung der Sprachkompetenz  kommt  in der Folgezeit als Sach- und Methodenkompetenz allen Fächern, insbesondere auch den Naturwissenschaften zugute.