2012 Der Held der Westlichen Welt

von John Millington Synge

        

Mit John M. Synges Stück “The Playboy of the Western World“ begaben wir uns ins Irland des frühen 20. Jahrhunderts, als sich Autoren wie Synge, Yeats oder Lady Gregory darum bemühten, ein eigenständiges irisches Theater aufzubauen, das vom englischen Theater unabhängig sein sollte. Der typisierte „stage Irishman“, der in seinem ständig betrunkenen Zustand im englischen Theater für Komik sorgte, wurde nun abgelöst durch eine realistischere Abbildung der Iren.

Synge hat in seinem Stück genau diesen Typ des Iren aufgegriffen und aus ihm einen Helden gemacht. Er hat es geschafft das Bild zu verdrehen und zugleich die Stärken und die Schwächen der Iren auf die Bühne zu bringen.
Uns geht es bei der Darstellung weniger um die Stärkung des irischen Nationalgefühls als um die Entwicklung der Hauptfigur. Christy verändert sich, indem er sich mehr und mehr dem Bild annähert, das die Dorfeinwohner von ihm haben. Er wird zu dem, was die anderen in ihm sehen oder zu sehen glauben. Das Besondere an ihm jedoch ist, dass er sich am Ende von seinem Umfeld und dessen Erwartungen zu lösen vermag.

Bei den Proben stellte es sich heraus, dass es nicht ganz einfach war, das Gleichgewicht zwischen dem ernsten Thema und der Situationskomik aufrecht zu halten. Mit der Komik kam nämlich auch der Spaß und so haben wir auch dieses Jahr nicht nur sehr viel gespielt sondern noch mehr gelacht.
(P. Shea)

Personen:
Christy Mahon: Fritz Bücker
Der alte Mahon: Cornelius Ganter (sein Vater)
Michael Flaherty: Stefan Holderbach
Pegeen Flaherty: Caroline Kübler (seine Tochter)
Shawn Keogh: David Lennermann (ihr Verlobter)
Witwe Quin: Felicitas Bettendorf
Jimmy: Richard Kessler (Dorfbewohner)
Lorna: Daphne Berumen (seine Frau)
Sara: Johanna Bamberger
Nelly: Jenny Hartmann
Honor: Esther Frisch und Dimitra Triantafillidi
Susan: Annika Schwarz

Kostüme: Laura Kessler, Johanna Bamberger und Samaya Oeter
Eintrittskarten/Poster: Stefan Holderbach
Technik/ Licht: Marco Winkel und Maximilian Scheer

Veröffentlicht in Theater AG